Der Stadtteil Plagwitz in Leipzig liegt rund drei Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum entfernt. Hier findet sich eine besondere und attraktive Konstellation aus Wohnen, Industrie, Kultur und Gewerbe. Besonders Künstler, Studenten und Existenzgründer leben im vielfältigen, modernen und offenen Stadtteil Plagwitz.

 

Künstlerviertel

Das Gelände der alten Baumwollspinnerei ist heute das Zentrum der Leipziger Kunstszene. Mit einer Grundstücksfläche von 100.000 Quadratmeter bietet die einst größte aufgebaute Baumwollspinnerei Kontinentaleuropas neben 13 Galerien außerdem 120 Ateliers verschiedener Künstler,  die sich mit nationaler und internationaler Kunst beschäftigen – ganz schön rekordverdächtig! In kleinen Werkstätten und Manufakturen kann man bei der Fertigung von Schmuck und Keramiken zusehen sowie durch die Geschäfte bummeln. Auch ein Kino und sportliche Angebote wie die Karateschule oder der Bogenschützenverein haben sich hier angesiedelt.

Neben den zahlreichen Baudenkmälern der Industrialisierung finden sich in Plagwitz auch einige der schönsten Immobilien in Leipzig. Viele Wohnhäuser wurden im Laufe der letzten Jahrzehnte saniert und auch die alten Villen sind heute noch beeindruckend. Besonders sehenswert sind die Klinger-Villa, das Wagner-Nietzsche-Haus oder die Villa von Rudolf Sack. Dank der Wächterhäuser-Initiative können alte und leerstehende Häuser erhalten bleiben, die sonst dem Zerfall ausgeliefert gewesen wären. Insgesamt finden sich hier 13 Wächterhäuser. Sie werden häufig für Wohngemeinschaften, Kurse und Jugendzentren genutzt.

Sport und Freizeit

Plagwitz wird durch die Weiße Elster und ein außergewöhnliches Kanalsystem geprägt. Deshalb wird der Stadtteil auch häufig als „Klein Venedig“ bezeichnet. Insbesondere der Karl-Heine-Kanal, mit seinen 2.600 Metern Länge, versprüht einen besonderen Charme und gehört zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern von Leipzig. Auch Sportbegeisterte kommen in diesem grünen und modernen Stadtteil auf ihre Kosten. Egal ob per Boot, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Ideal für Fahrrad- und Wanderrouten sowie wahre Naherholungsparadiese sind der Clara-Zetkin-Park und der Auenwald in unmittelbarer Nähe zu Plagwitz.

Kultur erleben

Kulturfreunde fühlen sich in Plagwitz ebenfalls wohl. Denn hier sind das Museum für Druckkunst, das Technikzentrum für Jugendliche, das Eisenbahnmuseum Bayerischer Bahnhof zu Leipzig, das Da Capo Oldtimermuseum und das Kindermuseum Leipzig angesiedelt. Der Stadtteil beherbergt noch viele weitere interessante und einzigartige Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Konsumzentrale. Diese ist eines der beachtenswertesten Baudenkmäler Leipzigs aus den 20er Jahren.

Der neue Felsenkeller besticht durch seine neobarocke Fassade, seinem zweistöckigen Eckturm und einer beeindruckenden barocken Kuppel. Im Westwerk haben sich Künstler, Designer, Architekten, Bildhauer und Galeristen niedergelassen. Auch das Stelzenhaus, welches von 1937 bis 1939 errichtet wurde, ist ein prägendes Merkmal von Plagwitz. Es wurde auf 101 Betonstelzen  nahe dem Karl-Heine-Kanal erbaut und verbindet Industriearchitektur und Moderne. Heute beherbergt das Stelzenhaus Restaurants, Wohnungen, Ateliers und Büros und ist somit Sinnbild für die Geschichte und Entwicklung vom Leipziger Stadtteil Plagwitz.


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